Die zweite Welle wirft ihren Schatten voraus

Die wohl wichtigste Prognosestudie dieser Tage kommt  von Wissenschaftlern verschiedenener renommierter Institute aus Mathematik, Physik und Statistik , die Grundlage des Gespräches der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten der vergangenen Woche (KW 41) war. 

Eine ihrer Autoren, Prof. Dr. Meyer-Herman, hatte die Studie in der Runde vorgestellt und sie später in den deutschen Rundfunkanstalten besprochen.

 

Die zweite Welle der Pandemie wirft ihren Schatten voraus: Im benachbarten europäischen Ausland (Frankreich, Spanien, Tschechien und andere Länder) ist sie bereits da. In Deutschland gilt es, den sogenanten Kipppunkt, an dem die Infektionen nicht mehr kontrollierbar sind, zu verhindern.

 

Ich finde es bemerkenswert, wie sehr eng - fast übereinstimmend - in dieser Arbeit, vorhergesagte Wahrscheinlichkeiten mit den später eingetroffenen Beobachtungen übereinstimmen.

 

„In Deutschland sind in den letzten drei Monaten die gemeldeten Neuinfektionen um das FÜnf- bis Zehnfache angestiegen, während die Zahl der Todesfalle

kaum zugenommen hat. (...) Diese Diskrepanz nährte Spekulationen, dass der Anstieg der gemeldeten Fälle nicht auf eine zweite Welle, sondern nur auf umfassendere Tests zurückzuführen sei. Unsere Analysen zeigen jedoch, dass diese scheinbare Diskrepanz weitgehend durch die Altersstruktur der Infizierten erklärt werden kann. Da sich die Ausbreitung offensichtlich nun erneut auf ältere Altersgruppen ausweitet, prognostizieren wir in absehbarer Zeit einen deutlichen Anstieg der Todesfalle.“

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